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Vom Auftrag zur Rechnung: Übergaben in kleinen Betrieben

Warum die meisten Wartezeiten nicht in der Arbeit selbst entstehen, sondern zwischen zwei Personen – und wie eine Seite Papier das sichtbar macht.

01Beitrag

Wo die Zeit tatsächlich bleibt

Fragt man in einem Betrieb mit zwanzig Mitarbeitenden, wo ein Auftrag am längsten liegt, hört man selten «bei der Arbeit selbst». Die Monteurin braucht für die Montage, was sie braucht. Länger dauert der Weg davor und danach: bis die Anfrage im Kalender steht, bis das Material bestellt ist, bis der Lieferschein im Büro ankommt, bis die Rechnung geschrieben wird.

Jeder dieser Wege ist eine Übergabe: Arbeit wechselt von einer Person zur nächsten. An solchen Stellen liegt etwas, bis jemand Zeit hat oder bis eine Angabe fehlt. Das ist kein Verschulden der Beteiligten. Es ist die Folge davon, dass niemand den ganzen Weg zugleich sieht.

Der Weg auf einer Seite

Der einfachste Einstieg ist ein einzelner, abgeschlossener Auftrag aus der letzten Woche. Man legt ihn Schritt für Schritt auf ein Blatt: Wer hat die Anfrage entgegengenommen? Wo wurde sie notiert? Wer hat sie weitergegeben, und auf welchem Weg – Zettel, Mail, Zuruf? Jede Person bekommt eine eigene waagrechte Bahn, jede Übergabe einen Pfeil.

Schon beim Zeichnen fallen Stellen auf. Eine Angabe taucht an drei Orten auf, weil sie dreimal abgeschrieben wird. Ein Pfeil führt zu einer Person, die gar nicht mehr im Ablauf vorkommen müsste. Ein Schritt hat keinen Namen, weil ihn alle «einfach machen».

Was man danach tut

Nicht alles gleichzeitig. Es genügt, zwei oder drei Übergaben auszuwählen, die am meisten Rückfragen auslösen, und für jede eine Person mit einem Datum zu benennen. Danach läuft die Änderung einige Wochen im Alltag, bevor sie festgeschrieben wird. Ob sie etwas gebracht hat, zeigen die eigenen Zahlen des Betriebs, etwa die Zeit zwischen Leistung und Rechnung oder die Zahl der Rückfragen pro Woche.

Wer das lieber mit Begleitung macht, findet im Prozess-Rundgang ein festes Format dafür: drei Stunden vor Ort, ein Ablauf auf einer Seite, eine Liste der gefundenen Punkte.

Ein weisser Schreibtisch mit geschlossenem Notizbuch, gelber Tasse, Blumenkorb und dem Rand eines Laptops.

Bild: Platzhalter

02Grenzen

Was dieser Beitrag nicht leistet

  • Er nennt keine Kennzahlen aus Aufträgen und keine Erfolgsquoten.
  • Er ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung.
  • Er beurteilt keine einzelnen Mitarbeitenden, sondern beschreibt Schritte.
  • Er empfiehlt keine Software; das Werkzeug folgt dem Ablauf, nicht umgekehrt.
03Zeitachse

Ein Auftrag auf der Zeitachse

  1. AnfrageAnruf oder Mail, Notiz im Block.
  2. PlanungTermin und Material werden festgelegt.
  3. AusführungDie Arbeit findet vor Ort statt.
  4. RückmeldungLieferschein und Rapport gehen ins Büro.
  5. RechnungDie Angaben werden erfasst und geprüft.

Zwischen je zwei Punkten liegt eine Übergabe. Dort lohnt sich der erste Blick.

04Umfang

Was ein Prozess-Rundgang umfasst

  • Startgespräch von rund 20 Minuten
  • Begleitung eines Kernprozesses durch alle Stationen
  • Gezeichneter Ablauf auf einer Seite
  • Liste der Übergaben, Wartepunkte und Doppelerfassungen
  • Nachbesprechung am Telefon
05Preis

Zum Preis

Der Prozess-Rundgang kostet CHF 290.–CHF 261.– und umfasst drei Stunden vor Ort sowie die beiden Dokumente. Innerhalb der Stadt Zürich ist die Anreise im Preis enthalten. Ändert sich der Umfang, etwa durch einen zweiten Prozess, erhalten Sie vorab ein angepasstes Angebot.

Prozess-Rundgang im Detail

06Fragen

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Prozess-Rundgang?

Drei Stunden vor Ort, an einem Vormittag oder Nachmittag Ihrer Wahl. Danach erhalten Sie den gezeichneten Ablauf und die Liste der gefundenen Punkte innerhalb von zwei Arbeitstagen.

Müssen unsere Mitarbeitenden mitarbeiten?

Ja, in einem überschaubaren Rahmen. Beim Rundgang begleiten wir die Personen bei ihrer normalen Arbeit; beim Arbeitsanweisungen-Set schreiben wir die Dokumente gemeinsam mit ihnen. Der Betrieb läuft dabei weiter.

Was kostet ein Erstgespräch?

Nichts. Das Erstgespräch von rund 30 Minuten am Telefon oder bei Ihnen in Zürich ist unverbindlich. Erst das schriftliche Angebot nennt Leistung, Termin und Preis.

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