Wissen · Beitrag

Nachfolge im Betrieb: Abläufe, die ohne die Chefin funktionieren

Was eine Übergabe an die nächste Generation oder an eine Käuferin erleichtert, wenn das Wissen bisher in einem Kopf lag.

01Beitrag

Wissen, das nirgends steht

In vielen kleinen Betrieben weiss eine Person, wie die Dinge laufen: welche Kundin ihre Rechnung immer zu spät bekommt, welcher Lieferant am Freitag nicht mehr erreichbar ist, in welcher Reihenfolge die Maschine hochgefahren wird. Das ist über Jahre gewachsen und funktioniert, solange diese Person da ist.

Bei einer Nachfolge, ob innerhalb der Familie, an eine langjährige Mitarbeiterin oder an eine externe Käuferin, zeigt sich, wie viel davon nirgends steht. Die Übergabe dauert dann länger als geplant, nicht weil die Nachfolge schwierig wäre, sondern weil das Wissen erst sichtbar gemacht werden muss.

Früh anfangen, klein anfangen

Es braucht kein Handbuch. Hilfreich ist eine Liste der Aufgaben, die nur eine Person erledigt, und zu jeder ein paar Zeilen: Was ist der Auslöser? Was braucht man dafür? Wer bekommt das Ergebnis? Wer vertritt bei Abwesenheit? Fünf solche Beschreibungen sagen mehr aus als ein Organigramm.

Besonders lohnend sind Aufgaben, die selten vorkommen, aber folgenreich sind: der Jahresabschluss, die Wartung einer Anlage, die Offerte für einen Grossauftrag. Gerade hier hilft es, wenn die künftige Betriebsleiterin den Ablauf einmal aufgeschrieben und von der heutigen Inhaberin gegenlesen lassen hat.

Zuständigkeiten statt Titel

Eine Nachfolge verändert, wer entscheidet. Deshalb ist es nützlich, Zuständigkeiten für einzelne Schritte festzuhalten, nicht für ganze Funktionen. Wer gibt Offerten über einer bestimmten Summe frei? Wer bestellt Material? Wer darf die Kundin anrufen, wenn ein Termin nicht hält?

Solche Festlegungen sind keine Rechtsfragen und ersetzen keine Beratung zu Vertrags-, Steuer- oder Finanzierungsfragen der Nachfolge selbst; dafür sind Treuhänder, Notariate und Fachstellen zuständig. Sie sorgen aber dafür, dass im Alltag niemand raten muss.

Flach fotografiert: ein Planer mit Brille und Stift, ein Steuerformular und Haftnotizen neben einer Laptop-Tastatur.

Bild: Platzhalter

02Für wen

Wem diese Überlegungen nützen

Inhaberin kurz vor der Übergabe

Sie möchten, dass die Nachfolge nicht an Alltagswissen scheitert, und wissen nicht, wo anfangen. Eine Landkarte der Prozesse ist ein möglicher erster Schritt.

Nachfolger oder Nachfolgerin im Betrieb

Sie arbeiten bereits mit und möchten wissen, was ausser dem Sichtbaren noch dazugehört. Arbeitsanweisungen halten fest, was bisher mündlich weitergegeben wurde.

Käuferin von aussen

Sie übernehmen einen Betrieb und möchten die Abläufe verstehen, bevor Sie sie ändern. Ein Prozess-Rundgang zeigt den Ist-Stand an einem konkreten Auftrag.

Mitarbeitende, die bleiben

Sie erleben den Wechsel und wünschen sich Klarheit darüber, wer künftig was entscheidet. Schriftlich festgehaltene Zuständigkeiten schaffen sie.

Wenn Sie wissen möchten, wie ein erster Schritt in Ihrem Betrieb aussehen könnte: Das Erstgespräch ist unverbindlich.

Zur ProjektanfrageOder anrufen: +41 44 700 40 09
03Einsatzgebiet

Wo wir dazu arbeiten können

Wir arbeiten in der Stadt Zürich und im Kanton Zürich, meist bei Ihnen im Betrieb, auf Wunsch auch online. Unser Sitz liegt an der Scheuchzerstrasse 83, 8006; Besuche sind nach Vereinbarung möglich. Bei Betrieben ausserhalb der Stadt vereinbaren wir die Reisezeit vor der Beauftragung.

Standort auf der Karte ansehen